15 Velaro für die DB

Nicht Alstom mit dem revolutionären neuen Hochgeschwindigkeitszug AGV, sondern Siemens Mobility (vormals Transportation) hat das Rennen um einen lukrativen Auftrag der Deutschen Bahn gewonnen. Siemens wird mit 15 Einheiten des ICE 3-Nachfolgers Velaro die ICE-Flotte der DB auf 261 Einheiten aufstocken.

Der Velaro gilt nicht nur als der schnellste Serienzug der Welt, er ist auch ein ausgereiftes System. Siemens hat vom Velaro bereits zahlreiche Einheiten nach Spanien, China und Russland verkauft. Der Auftrag der Deutschen Bahn umfasst 15 Einheiten zum Listenpreis von ca. 1/2 Mrd. Euro. Noch in den nächsten Tagen wird der Aufsichtsrat der Bahn dem Kauf zustimmen. Die DB Velaro sollen ab 2011 zum Einsatz kommen.

Hans-Jörg Grundmann, Chef von Siemens-Mobility, bezeichnete den Auftrag als „strategisch wichtig“. Immerhin lief der deutsche Bahnkonzern Gefahr, einen der lukrativsten Aufträge an den französischen Hersteller Alstom zu verlieren, der ebenfalls ein Angebot auf dei DB-Ausschreibung hin abgegeben hatte.

Die Velaro E fahren in Spanien (siehe Bild oben) derzeit mit Tempo 300, demnächst auch mit 350 km/h. In China (Bild links der Velaro CN) verkehren sie ebenfalls mit Tempo 300 km/h und in Russland zwischen Moskau und St. Petersburg ab 2009 mit zunächst gedrosselter Höchstgeschwindigkeit von nur 250 km(h. In Spanien fuhr eine Velaro-Einheit bereits Tempo 404 km/h. Das ist eine Geschwindigkeit, die mit dem serienmäßigen Zug durchaus machbar wäre, heißt es bei Siemens. Allerdings müssten dann die Sicherheitseinrichtungen entlang den (deutschen) Strecken entsprechend erweitert werden. 

In Deutschland bleibt es vorerst bei der maximalen Geschwndigkerit von 300 km/h. Diese Geschwindigkeiten werden nur auf den Abschnitten Nürnberg-Ingolstadt und Frankfurt/Main Flughafen-Fernbahnhof - Siegburg fahrplanmäßig erreicht. Auch auf der im Bau befindlichen NBS Nürnberg-Erfurt-Leipzig sollen die ICE künftig mit 300 km/h unterwegs sein.

Die deutschen Velaro-Züge sollen auf den Verbindungen Frankfurt-Paris, Frankfurt-Brüssel und Frankfurt-Amsterdam eingesetzt werden.

 

www.bahn.de                                                   Fotos: Renfe, Siemens Mobility

 

 

 

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